Schriftgröße + Schriftgröße - Schriftgröße

So, 21.03.2010

Autor


16.12.2009 15:02

Vernichtung des öffentlichen Verkehrs

Als ein Schieneneinstellungsprojekt und Vernichtung des öffentlichen Verkehrs bezeichnet Liane Marecsek von den Grünen Tulln den Schienenersatzverkehr auf der Strecke Tulln/St. Pölten.

LAbg. Amrita Enzinger, Stadträtin Liane Marecsek, Doris Cate  

Derzeit braucht man mit der Busverbindung zwischen St. Pölten und Tulln beinahe doppelt solange. Die Fahrtzeit von St. Pölten über Wien nach Tulln ist genauso lang. Viele Menschen steigen bereits auf das Auto um, was enorme Kosten verursacht (die Kosten für die Fahrt mit dem Auto sind doppelt so hoch wie für die öffentlichen Verkehrsmittel). Alle anderen Fahrgäste, die diese Möglichkeit nicht haben, wie PendlerInnen, SchülerInnen, StudentInnen und ältere Menschen (vor allem Frauen), sind in ihrer Mobilität deutlich eingeschränkt. St. Pölten ist Landeshauptstadt, Schulstadt und medizinisches Zentrum. Derzeit muss man mit Warte- und Fahrtzeiten von bis zu 2 – 3 Stunden pro Strecke rechnen. Das ist unzumutbar und unmachbar. Eltern von SchülerInnen werden sich sehr gut überlegen, ob sie ihre Kinder nach St. Pölten zur Schule schicken (49 % der Wege mit ÖV sind Ausbildungswege). Für Arztbesuche muss man einen ganzen Tag einplanen. Das hat zur Folge, dass viele Menschen vom gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen Leben ausgeschlossen werden.
Ein Kuriosum am Rande: Die Bahnhöfe Michelhausen und Tulln wurden neu umgebaut, jetzt können sie 2 ½ Jahre nicht benutzt werden.

Die Grünen starten daher eine Offensive gegen den unzureichenden Schienenersatzverkehr auf der Eisenbahnstrecke Tulln/St.Pölten. Sie fordern die Landesregierung zum Handeln auf.
Die Grünen fordern daher:
1) Der Schienenersatzverkehr darf keine Verschlechterung für die öffentliche Verbindung sein. Daher muss die Fahrtzeit höchstens genau so lang oder eine Verbesserung sein, als vorher mit der Bahn.
2) Wir fordern die ÖBB auf, die Intervalle und Fahrtzeiten der Busverbindungen auf einen echten Schienenersatzverkehr anzupassen.
3) Wenn die ÖBB ihren Verpflichtungen gegenüber dem öffentlichen Auftrag nicht nachkommt, muss die Landesregierung handeln und die Förderungen an die ÖBB einstellen! Dann muss die Landesregierung zusätzliche Busverbindungen schaffen, z.B. Wieselbusse, um die Intervalle und Fahrtzeiten der Schiene zu gewährleisten. Wir fordern daher die Landesregierung auf, tätig zu werden.

 





Zum Seitenanfang Zum Seitenanfang
  • Drucken